Grundlagen: Hygiene

Grundlagen: Hygiene

Die Hygiene bei einem Blackout oder einem anderen Krisenfall wird in vielen Empfehlungen oftmals hinten angestellt oder gar nicht thematisiert. Dabei gehört eine optimale Hygiene zu jeder Krisenvorsorge und benötigt besondere Beachtung. Die Folge einer schlechten Hygiene erhöht das Infektionsrisiko!

Bei einem Blackout bzw. Stromausfall wird nämlich auch kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn fließen. Dementsprechend funktioniert auch die Toilettenspülung nicht mehr und das Putzen wird zu einer Herausforderung. Der Müll stapelt sich und kann gesundheitliche Schäden verursachen.

Was genau es bedeutet ohne eine funktionierende Wasserleitung den Alltag zu meistern sollte sich jeder bewusst machen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei folgenden Punkten:

  • Keine Toilette bei Blackout
  • Müll wird nicht abgeholt
  • Wasser zur Körperpflege knapp
  • Wäsche kann nicht gewaschen werden
  • Geschirr muss gereinigt werden

 

Küchenhygiene

Das bei einem Blackout der Herd nicht mehr funktioniert dürfte jedem klar sein. Entsprechend sollte jeder eine alternative Kochstelle zur Verfügung haben. Doch im Bezug auf das Kochen sind der fehlende Herd und Backofen nicht die einzigen Probleme.

Denn es wird irgendwie weiterhin gekocht werden und am Ende hat man wie jetzt schon dreckiges Geschirr das gereinigt werden muss. Der angelegte Wasservorrat wird für die Trinkwasserversorgung benötigt. Wir sollten uns also bewusst machen, dass in der Küche weiterhin Dreck anfällt und wir so wenig Wasser wie möglich verbrauchen sollten.

Von daher solltet ihr ausreichend Feuchttücher bevorraten, um Wasser zum Hände waschen zu sparen. Um für benutztes Geschirr nicht unnötig Wasser zu verbrauchen lohnt es sich bei einem Blackout auf Einweggeschirr umzusteigen und dieses nach dem Gebrauch in geeigneten Müllsäcken zu entsorgen.

Zuletzt aktualisiert am: 19. Mai 2024 9:04

Toilette bei einem Blackout

Bei einem langanhaltenden Stromausfall ist der Gang zur Toilette natürlich nicht mehr möglich. Denn auch die Wasserversorgung ist durch den Stromausfall nicht mehr gewährleistet. Es ist jedoch wichtig, Fäkalien richtig zu entsorgen. Dazu eignen sich alle Arten von Campingtoiletten. Allerdings gibt es hierbei starke Qualitätsunterschiede und viele sind für einen Dauereinsatz nicht geeignet.

Müllbeutel: Zusätzlich zu der Toilette selbst benötigt man dann noch die passenden Müllbeutel. Womöglich für jeden Toilettengang – einen Beutel.
Toilettenpapier: Auch Toilettenpapier oder Feuchttücher sollten mit diesem Vorrat ausreichend angelegt werden.

Hier mal drei Arten von Toiletten die sich für den Notfall eignen:

Mobile Chemietoiletten mit Sanitärflüssigkeit klingen zwar gut, aber leider setzt dies voraus, dass man die entsprechenden Reinigungsmitteln in den Notvorrat mit einkalkuliert. Dies verursacht Lagerplatz und Kosten.

Zuletzt aktualisiert am: 19. Mai 2024 9:04

Klappbare Campingtoiletten sind recht einfach und bieten eine gute Sitzhöhe. Allerdings lassen sich diese meist nicht gut verstauen und der Beutel hängt frei.

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19. Mai 2024 9:04
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Zuletzt aktualisiert am: 19. Mai 2024 9:04

Mit faltbaren Campingtoiletten konnte ich persönlich bisher die besten Erfahrungen machen. Mein persönlicher Favorit ist der Bivvy Loo mit einer Traglast von bis zu 140 Kilogramm. Faltbar und platzsparend zu verstauen.

Zuletzt aktualisiert am: 19. Mai 2024 9:04

Übrigens: Wer über ausreichend Wasservorräte – beispielsweise durch einen eigenen Brunnen – verfügt, der sollte die Toilette dennoch nicht damit benutzen. Denn recht bald wird sich der Abwasserkanal verstopfen, da der Abtransport ohne Strom auch nicht mehr funktioniert.

Müllentsorgung in der Krise

Bei einem langanhaltenden Stromausfall oder einer anderen Krise – bei der die Infrastruktur zusammenbricht – wird unser Müll recht schnell zu einem großen Problem. Die Hausmüllentsorgung bricht zusammen und vorerst wird sicherlich keiner den weiterhin anfallenden Müll abholen.

Der Müll wird sich also recht schnell ansammeln und Probleme verursachen. Daher ist es in jedem Fall ratsam einen Vorrat an großen Müllsäcken anzulegen. Ich habe mich dabei für Schwerlastmüllsäcke entschieden, da diese zuverlässig dicht halten. Die Schwerlastsäcke sollten aber nicht zu groß sein weil man diese dann nicht mehr abtransportieren kann.

Zusätzlich sollte entsprechend viel Klebeband bevorratet werden, um die Müllsäcke möglichst geruchsfrei zwischenlagern zu können.

Blackoutschutz & Krisenvorsorge
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